Super Mario Bros. Wonder – Verwunderung

Es ist fast 40 Jahre her, als das erste Super Mario Bros. für das NES erschien und es wäre absolut verständlich, wenn eine derart alte Videospielserie mal einen kreativen Durchhänger hätte. Sicherlich, nicht alles, wo Mario drauf steht, ist auch ein absoluter Banger, aber was die Hauptserie betrifft, so hat sich Nintendo tatsächlich wenige Schnitzer erlaubt. Im Gegenteil. 40 Jahre später hat Nintendo es sogar geschafft, den vielleicht sogar kreativsten Ableger der Serie zu produzieren.

Wie passend, dass dieser den Untertitel „Wonder“ trägt und immer wieder für … wundersame Momente sorgt. In praktisch jedem Level gilt es, mindestens einen der für den Fortschritt benötigten Wundersamen zu finden. Diese sind teils gut versteckt, lassen sich spielerischer Neugier auf befriedigende Weise finden und lösen ein meistens auch ein magisches Gameplay-Spektakel aus.

So tanzen wir entweder auf Röhren, das Level wird auf den Kopf gestellt, wir tauchen plötzlich in Lava ein, müssen von Wasserblase zu Wasserblase springen, einer Herde Irgendwashörner ausweichen oder brechen mit Powersternmagie durch jedwedes Hindernis durch, bevor das Zeitlimit abläuft. Und das ist nur eine kleine bescheidene Auswahl dessen, was den Spieler bei Super Mario Bros. Wonder erwartet. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie abwechslungsreich sich die ganzen Aufgaben gestalten.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei über weite Strecken überschaubar moderat gehalten. Es gibt aber die eine oder andere knifflige Stelle, bei der ich das eine oder andere Leben gelassen habe. Dabei immer von meinem 5jährigen Sohn angefeuert. „Du schaffsch das Papa“… natürlich schafft der Papa das.

Wir hatten so dermassen viel Spass zusammen bei dem Titel.. es war eine richtige Freude, uns da durchzuspielen. Jede Welt, jedes Level beinah ist optisch einzigartig und vor allem auch ansprechend. Ich bin ja vom Typ her eher der „Bei 2D braucht’s schon ein herausstechendes Merkmal, damit ich es mir gebe“-Spieler… und das hat Wonder mit Bravour hinbekommen.

Und natürlich sollten wir nicht vergessen, dass Nintendo wieder einige tolle Verwandlungsmechanismen ins Spiel eingebaut hat. „Blubber“-Mario… und Elefanten Mario (das wurde für meinen Sohn zum Synonym für das Spiel -> „Elefante-Mario spiele?“… alle mit jeweils eigenen und lustigen Fähigkeiten. Garniert mit freispielbaren Abzeichen, die Mario, egal in welcher Form, Bonusfähigkeiten verleihen. Entweder höher zu springen, vor Abgründen (1x) gerettet zu werden, noch schneller rennen zu können, seinen Hut als Fallschirm zu benutzen… toll!

9/10

Veröffentlicht von radiant_ch

Pilger Hyperions, Hubraum-Prediger, Wort-Kreator & stolzer Papa. Gamer mit 30+ Jahren Erfahrung und Metalhead aus Leidenschaft.

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