2009 veröffentlichte das erst 2006 gegründete Entwicklerstudio Platinum Games, damals noch bekannt als Seeds Inc., bereits sein drittes Spiel. Es sollte unter dem Namen Bayonetta für Furore sorgen, das Action- respektive Hack ’n‘ Slay-Genre gehörig aufwirbeln und von eingefleischten Fans über Jahre hinweg schon fast kulthaft verehrt werden.
Zwar blieb der erhoffte, grosse Verkaufserfolg aus und so war lange Zeit ungewiss, ob das bislang für Xbox 360 und PlayStation 3 veröffentlichte Hexenwerk jemals einen Nachfolger bekommen würde. Publisher SEGA sah sich aufgrund der Verkaufszahlen nicht in der Lage, Geld für zweiten Teil zu sprechen. Und auch Sony und Microsoft verkannten offenbar das Potential der Franchise. Und so ergab es sich, dass Nintendo in die Bresche sprang, einen Nachfolger finanzierte und diesen für die ebenso erfolglose Wii U veröffentlichte.

Trotzdem war die Freude unter den Fans natürlich riesig – entsprechend motivert waren Platinum Games, einen richtigen Knaller abzuliefern. Und das taten sie. Bayonetta 2 erreichte einen Wertungsdurchschnitt von sensationellen 91% – und für nicht wenige Medien-Outlets stellte der zweite Teil einen Grund dar, sich eine Wii U überhaupt erst anzuschaffen. Um den Titel einer grösseren Käuferschaft zugänglich zu machen, wurde Teil 2 schliesslich auch für das wesentlich erfolgreichere Hardware-Format Nintendo Switch portiert. Die für Wii U lediglich 300’000 verkauften Exemplare konnte so um weitere 1’500’000 erweitert werden.
Grund genug für Nintendo, der Serie auch noch einen dritten und natürlich weiterhin Nintendo-exklusiven Teil für die Switch zu spendieren. Dieser erschien 2022, konnte ebenfalls sehr gute Wertungen verzeichnen und verkaufte sich schlussendlich über 1’000’000 mal. Bis heute allerdings ist es tatsächlich so, dass einzig der erste Teil verschiedenen Systemen zugänglich gemacht werden konnte. Publisher SEGA veröffentlichte diesen schlussendlich für Xbox 360, PlayStation 3, PC, Wii U, Switch und PlayStation 4.
Kein Wunder also, dass die Fans im Zuge des 15jährigen Jubiläums darauf hoffen, dass insbesondere Teil 2 auch für andere Plattformen ausserhalb des Nintendo-Ökosystems veröffentlicht werden kann. Das allerdings dürfte schwer davon abhängig sein, ob Nintendo als Geldgeber und Publisher diesem Vorhaben seine Zustimmung erteilt. Ohne zu viele Details zu verraten, melden sich natürlich auch die Entwickler selbst mit einer Nachricht an die Fans und bedanken sich bei diesen für die jahrelange Unterstützung – und versprechen, ein spezielles „Bayonetta 15th Anniversary“-Jahr zu feiern.
Die Nachricht:

Was Platinum Games also für das Jubiläumsjahr geplant haben, bleibt vorerst ein Geheimnis.